Des Handys neue Kleider: Elektronikartikel individuell gestalten

viscom zeigt Potenzial des Digitaldrucks

Düsseldorf/Frankfurt. Die eigene Technik unverwechselbar machen - dank digitaler Druckverfahren ist das heute einfach und professionell zu realisieren. Ob es das Handy oder der Fernseher ist, bedrucken lässt sich heute fast jede Oberfläche. Neueste Techniken und Anwendungen des Digitaldrucks zeigt vom 4. bis 6. November die viscom, Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, in Frankfurt. Ein Beispiel aus der Praxis:

 

Hier kommt Farbe ins Spiel

viscom: Hier kommt Farbe ins Spiel

Die 4Tronyx Entertainment GmbH lizensiert vor allem Premium-Motive wie etwa von der Popgruppe Tokyo Hotel. Foto: 4Tronyx Entertainment GmbH.

So brillant farbig die Displays von Handys, Fernseher und Laptops sind, so eintönig sind die Gehäuse - die vorherrschende Farbgebung ist schlichtes Schwarz, Silber oder Weiß. Damit ist nun Schluss, die 4Tronyx Entertainment GmbH bringt mit digital bedruckten Folien Farbe ins Spiel.
Einfach aus dem Umschlag nehmen, entfetten, zentrieren, aufkleben - dank repositionierbarer Folie kann Jedermann ohne Mühe sein Mobiltelefon, die Spielkonsole oder den Laptop verschönern. „Die Idee stammt ursprünglich aus den USA", erzählt Geschäftsführer Friedbert Frey. Er gründete die 4Tronyx Entertainment GmbH 2006. Heute vertreibt das Unternehmen über die Webseite Youniik.de sowie diverse Online-Partnershops, etwa bei T-Mobile, Vodafone oder GMX, die „Skins" genannten bedruckten Folien direkt an Endkunden. Daneben gibt es auch eine „Industrial"-Sparte, die etwa für Versicherungsunternehmen die Laptops der Außendienstmitarbeiter werbewirksam stylt.

 


Trendprodukt Handyskins

 

Des Handys neue Kleider: Elektronikartikel individuell gestalten

Auch für Fans des Energiedrinks Rhino gibt es passende Folienmotive. Foto: 4Tronyx Entertainment GmbH.

Ein deutlich preiswerterer und sehr gefragter Spaß ist die Verzierung von Mobiltelefonen. Rund 200.000 der etwa 13 Euro teuren Folien hat 4TronixEntertainment im vergangenen Jahr verkauft. Dabei sind Kinder und Jugendliche durchaus nicht die einzige Zielgruppe. Auch ältere Semester lassen sich von dezenten Karbon- und Holzoberflächen, aber auch Fußballdekoren begeistern. „Wir haben uns von Anfang an auf Premium-Motive konzentriert und etwa Lizenzen von Warner Brother eingeworben", erklärt Frey. „Zum Filmstart von Batman waren entsprechende Skins sehr beliebt, derzeit ist der Loony-Tunes-Charakter „Tweety" einer unserer Verkaufsschlager, auch bei Erwachsenen." 4Tronyx Entertainment konzentriert sich darauf, die vielfältige Auswahl an eigenen Motiven mit bekannten und eingeführten Marken zu erweitern. So werden Youniik-Skins etwa auch mit Nici-Designs oder Motiven der Musikstars DJ Bobo, Jimi Blue, Deichkind und Tokio Hotel angeboten. Jüngster Coup war eine Zusammenarbeit mit dem Hersteller des Energiedrinks Rhino, der zwei exklusive Motive mit dem bekannten Nashorn freigab.

 

Folie ist nicht gleich Folie


Des Handys neue Kleider: Elektronikartikel individuell gestalten

Im Schnitt bekleben die Kunden ihre Handys alle 60 Tage neu. Foto: 4Tronyx Entertainment GmbH.

Die Skins sind digital bedruckte und gegen Kratzer und Abrieb überlaminierte Selbstklebefolien. Diese werden auf Maschinen des japanischen Herstellers und viscom-Ausstellers Roland mit hochwertigen Bedruckstoffen von 3M produziert und automatisch in die passende Form geschnitten. Das klingt simpel, ist es aber nicht: Sowohl der umfangreiche Webshop, der es den Kunden erlaubt, die gewählten Designs sofort auf dem eignen Gerät als Vorschau zu begutachten, wie auch der komplett automatisierte Workflow sind Eigenentwicklungen. Bis man die richtige Materialkombination gefunden hatte, dauerte es auch so seine Zeit, erzählt Frey: „Schließlich muss gerade eine Handyfolie einiges aushalten. Im Sommer wird es in einem Auto schnell über 40 Grad warm. Selbst da müssen die Folien ja noch perfekt halten, und es dürfen keine Farbveränderungen sichtbar werden." An den Klebstoff werden ebenfalls besondere Anforderungen gestellt, denn das beklebte Gerät muss sich nach dem Abziehen der Folie wieder blitzblank und ohne Rückstände präsentieren, und das auch Monate oder Jahre später. „Wir machen zur Qualitätssicherung umfangreiche Tests", erklärt Frey. „So müssen unsere Skins, auf einem Handy-Dummy verklebt, etwa Waschgänge in der Spülmaschine oder ein Tauchbad im kochenden Wasser über sich ergeben lassen." Die Ergebnisse der Versuche kann man in Videoclips auf der Webseite selbst in Augenschein nehmen. Derzeit ist man bei Youniik aber schon wieder bei einem ganz anderen Projekt: Da die neuesten Modelle der Roland-Digitaldrucker Metallic-Farben sowie wie Strukturen drucken können, arbeitet man bereits an entsprechenden Motiven. „Wir haben noch viele Ideen", verspricht Frey. Sorgen, dass ihm die Käufer ausgehen, muss er sich bei allein rund 90 Millionen Handys in Deutschland wohl eher nicht machen. „Viele unserer Kunden bestellen mehrfach neue Designs für ihre Geräte", freut er sich, „Handys werden im Durchschnitt alle 60 Tage neu beklebt."

 

 

viscom vom 4. - 6. November in Frankfurt mit großem Rahmenprogramm

 

Des Handys neue Kleider: Elektronikartikel individuell gestalten

Im Rahmen einer Partnerschaft mit Sharp hat das Unternehmen für 16 Fernseher der Aquos-Modellreihe Dekorfolien entworfen. Foto: 4Tronyx Entertainment GmbH.

Die viscom, Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, findet statt vom 4. bis 6. November auf dem Messegelände Frankfurt. Erwartet werden 300 Aussteller aus über 30 Ländern und über 10.000 Besucher. In Sachen Digitaldruck und besonders auch zum Thema Inkjet Printing gibt es hier einen umfassenden Überblick im Rahmen der Sonderfläche Inkjet Innovationsforum - Mittelstand und Industrie. Zum zweiten Mal findet in diesem Rahmen am 2. Messetag ein kostenloser Inkjet Workshop statt. Hier erfährt man anhand von Best-Practice-Beispielen, was derzeit im Inkjet Printing „state of the art" ist. Ihre bereits dritte Auflage erlebt die erfolgreiche Sonderschau Inkjet meets Materials in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Materialagentur raumPROBE. Auf rund 100 qm können die Besucher ca. 150 verschiedene Materialien sehen und erleben. Alle ausgestellten Materialmuster sind zusätzlich in die Datenbank von raumPROBE eingepflegt und stehen dort auch nach der Messe noch für einen begrenzten Zeitraum zur Recherche zur Verfügung. Als Teil der Sonderschau wird außerdem ein kompletter Produktionsprozess abgebildet: Gemeinsam mit Ausstellern, Partnern und deren Produkten wird die Produktion vom Fotografen > zum Pixel > zum Produkt gezeigt. An allen drei Messetagen startet jeweils um 12 und um 15 Uhr die ca. einstündige Meet the professionals-Tour zu viscom-Ausstellern aus dem Bereich Individualdruck. Sie bietet Besuchern die Möglichkeit zum direkten Fachaustausch mit den Herstellern und verschafft einen Überblick über deren Neuheiten. Alle Infos zur viscom, zum Inkjet Innovationsforum - Mittelstand und Industrie sowie Anmeldeformulare für die Tour und den Workshop gibt es auf der Internetseite www.viscom-messe.com.

 

 

Weitere Informationen gibt es unter www.viscom-messe.com oder bei der Presseabteilung der Reed Exhibitions Deutschland GmbH:

 

Dr. Mike Seidensticker
Pressesprecher
Tel.: +49 (0) 211 - 90191- 128
Fax: +49 (0) 211 - 90191- 138
E-Mail: Mike.Seidensticker@reedexpo.de


Cornelia Maschke
Presseassistentin
Tel.: +49 (0) 211 - 90191- 182
Fax: +49 (0) 211 - 90191- 138

E-Mail: Cornelia.Maschke@reedexpo.de

 

Pressemitteilung als doc [doc | 149 KB]
Pressemitteilung als pdf [pdf | 92 KB]

 

Foto: "Tokyo Hotel" zum Download [JPG | 214 KB]
Bildunterschrift: Mit der Vorschau-Funktion können Kunden sofort sehen, wie ihre Tapete an der Wand wirkt.


Foto: "Motiv Energiedrink Rhino" zum Download [JPG | 126 MB]
Bildunterschrift: Tapeten schaffen Atmosphäre im Haus 21 des Pflegeheims Friedehorst der Diakonischen Stiftung. Architekt: Haslob Kruse + Partner Architekten BDA. Foto: Varistyle


Foto: "Im Schnitt bekleben die Kunden ihre Handys alle 60 Tage neu"  zum Download [JPG | 128 KB]
Bildunterschrift: Tapeten schaffen Atmosphäre im Haus 21 des Pflegeheims Friedehorst der Diakonischen Stiftung. Architekt: Haslob Kruse + Partner Architekten BDA. Foto: Varistyle


Foto: "Sharp" zum Download [JPG | 122 KB]
Bildunterschrift: Per Digitaldruck-Tapete in die Unterwasserwelt: Projekt für die Kinderarztpraxis Dr. med. A. Behdjati-Lindner & C. Rein. Architekt: Herzog, Kassel + Partner. Fotografie: www.quadratmedia.de

 

 



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